Tuberkulose in Europa auf dem Rückzug

14. März 2015. Die Tuberkulose, abgekürzt auch TB oder TBC, ist eine bakterielle Infektionskrankheit. Am häufigsten befällt sie die Lungen und verursacht Husten. In der Regel wird die Erkrankung durch infektiöse Tröpfchen von Mensch zu Mensch übertragen. Trotz aller medizinischer Fortschritte sind laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) im vergangenen Jahr weltweit 1,5 Millionen Menschen an Tuberkulose verstorben. Eine Behandlung und Therapie ist möglich. Sie dauert jedoch Monate und erfordert teure Antibiotika. Aufgrund der ungenügenden Gesundheitsversorgung haben Betroffene in vielen Regionen immer noch keinen Zugang zu wirksamen Medikamenten.  In Afrika, Südostasien und der westlichen Pazifikregion sind auch Ko-Infektionen mit HIV keine Seltenheit.
Problematisch wird auch die zunehmende Resistenzentwicklung der Erreger. In Europa ist die Tuberkulose zwar auf dem Rückzug, aber die Rate multiresistenter Formen (MDR-TB) besorgniserregend hoch. Mit der End-TB-Strategie der WHO beginnt ab 2015 ein neuer strategischer Abschnitt in der Bekämpfung der Tuberkulose. Die schnelle Behandlung und rasche Unterbrechung von Infektionsketten ist hierbei von zentraler Bedeutung.