Kein Grund zur Peinlichkeit

12.05.2016. Es gibt Krankheiten, die mit einem Tabu behaftet sind. Dazu gehört für viele Menschen alles, was mit der Verdauung und dem Intimbereich zu tun hat. Für uns sind Fragen rund um diese Themen jedoch so selbstverständlich wie Husten und Schnupfen.

Hämorrhoidalleiden sind weitverbreitet. Dementsprechend häufig werden wir auch nach Mitteln zur Selbstmedikation gefragt. Juckreiz, Brennen und Nässen am Darmausgang zählen zu den typischsten Symptomen. Salben oder Zäpfchen mit Hamamelis beruhigen die Haut, wirken entzündungshemmend und heilungsfördernd. Lokal wirksame Schmerzmittel (Lokalanästhetika) kommen insbesondere zur kurzfristigen Akutbehandlung zum Einsatz.

Die Ernährung spielt eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Hämorrhoiden. Eine ausgewogene Kost mit ausreichender Flüssigkeitszufuhr sorgt für eine gesunde Verdauung. Verstopfung, lange Sitzungen und übermäßiges Pressen während des Stuhlgangs sollten vermieden werden. Flohsamenschalen können den Darm bei Bedarf auf natürliche Weise unterstützen und bedenkenlos über längere Zeit eingenommen werden.

Andauernde oder wiederkehrende Beschwerden des Magen-Darm-Traktes, blutiger Stuhlgang oder knotige Veränderungen im Analbereich müssen unbedingt fachärztlich abgeklärt werden.