Guten Abend, gute Nacht

21.06.2016. Man wälzt sich hin und her, zählt Schäfchen, kommt nicht zur Ruhe und bald klingelt der Wecker. Schlafstörungen können belastend sein. Dass wir vor besonderen Ereignissen nicht in den Schlaf kommen, ist kurzfristig normal. In der Nacht vor der Prüfung, Urlaubsreise oder Hochzeit gehen einem viele Dinge durch den Kopf, die einen um den Schlaf bringen können. Wer jedoch über einen längeren Zeitraum nicht einschlafen kann oder nachts immer wieder aufwacht, wird möglicherweise bald durch Stimmungsschwankungen, Konzentrationsstörungen und Tagesmüdigkeit im Alltag beeinträchtigt sein.

Bei chronischen Schlafstörungen ist immer eine gründliche Abklärung durch den Arzt notwendig. Während Depressionen unbehandelt häufig mit Schlafproblemen einhergehen, können umgekehrt auch depressive Verstimmungen durch andauernde Schlafstörungen entstehen. Aber auch verschiedene andere Erkrankungen können den gesunden Schlaf negativ beeinflussen. Dazu gehören u. a. Herz- und Atemwegserkrankungen, Schmerzzustände und das Restless-Legs-Syndrom.

Leichte Schlafstörungen können kurzfristig mit einem Schlafmittel aus der Apotheke behandelt werden. Neben pflanzlichen Präparaten mit Baldrian, Hopfen oder Melisse stehen auch chemische Wirkstoffe zur Verfügung. In jedem Fall ist auf eine ausreichende Schlafdauer zu achten, um eine Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens am folgenden Morgen zu vermeiden.