7. ALS-Tag 2016

04.04.2016. Am 16.04.2016 ist es wieder soweit: Die Charité öffnet ihre Tore für einen vielseitigen und informativen Tag rund um die Erkrankung Amyotrophe Lateralsklerose. Das Programm verspricht einen sehr weitreichenden Überblick über den aktuellen Stand der Forschung, wichtige Neuigkeiten aus dem Bereich der modernen Hilfsmittelversorgung sowie die Möglichkeit sich in Workshops tiefergehend zu informieren. Ebenfalls im Fokus steht dieses Jahr das Thema „Palliativversorgung & Patientenautonomie“. Durch die jüngsten Änderungen im Gesetz zur Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland, ergeben sich neue Entscheidungsmöglichkeiten zum Lebensende. Welche diese sind, wird Prof. Dr.  Thomas Meyer, Leiter der ALS-Ambulanz der Charité,  zusammen mit Ärzten und Experten im Rahmen einer Podiumsdiskussion näher beleuchten.

Wie jedes Jahr wird wieder die Möglichkeit geboten, sich an Informations- und Beratungsständen über Themen wie beispielsweise, die medikamentöse Therapie, die Ernährungstherapie oder Ergotherapie  ausführlich zu informieren und mit Experten und Fachleuten der jeweiligen Gebiete ins Gespräch zu kommen. Auch wir werden am 16. April 2016 vor Ort sein und  freuen uns auf einen regen Austausch. Näheres zum Programm und zur Anmeldung finden Sie hier http://www.als-charite.de/was-sie-beim-als-tag-erwartet/

Für alle, die nicht persönlich teilnehmen können, gibt es die Möglichkeit das Video zur Veranstaltung online anzusehen. Eindrücke und Vorträge aus den vergangenen Jahren finden Sie unter https://www.youtube.com/watch?v=ftZscdn76Is


Welt-Aids-Tag

01.12.2015. Weltweit leben rund 37 Millionen Menschen mit HIV, aber nur 15 Millionen von ihnen haben Zugang zu einer effektiven medikamentösen Therapie. Hierzulande garantiert das Gesundheitssystem Betroffenen eine gute Versorgung. In den letzten Jahren wurden große Fortschritte in der Behandlung der HIV-Infektion gemacht. Trotzdem ist die lebenslange Therapie immer mit Nebenwirkungen verbunden. Das primäre Ziel bleibt weiterhin die Prävention. Dazu gehört insbesondere die Aufklärung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Ungeschützter Geschlechtsverkehr kann nicht nur zu einer ungewollten Schwangerschaft führen, sondern auch HIV, Hepatitis oder Chlamydien übertragen.
Im alltäglichen sozialen Leben muss niemand übermäßige Angst vor Ansteckung haben. HIV wird nicht beim Küssen, Niesen, Umarmen oder durch Insektenstiche übertragen. Unser gemeinsames Ziel ist es, ein Zeichen für mehr Solidarität und gegen Diskriminierung und Ausgrenzung zu setzen. Menschen mit HIV gehören zu unserer Gesellschaft und haben ein Recht auf ein sinnerfülltes Leben. Prävention, Diagnostik und Therapie – wir beraten Sie kompetent und diskret zum Thema HIV.


HIV-Test – Schnellere Gewissheit

04.09.2015. Die Wartezeit nach einem HIV-Test kann zu einer Geduldsprobe werden und an den Nerven zehren. Bisher war eine Infektion frühestens nach 12 Wochen nachweisbar. Die HIV-Stufendiagnostik wurde nun von Experten offiziell angepasst und im Bundesgesundheitsblatt veröffentlicht. Nach aktuellen Erkenntnissen sind mit gängigen Screenings (Antigen-/Antikörper-Kombinationstest) bereits nach sechs Wochen aussagekräftige Ergebnisse möglich. Bei einem negativen Ergebnis ist somit eine HIV-Infektion mit hoher Wahrscheinlichkeit auszuschließen, wenn die letzte potenzielle HIV-Exposition länger als sechs Wochen zurückliegt. Besteht der Verdacht auf eine frische Infektion wird eine Verlaufskontrolle empfohlen.
Bereits 1985 wurde der erste HIV-Test in Deutschland zugelassen. Durch die Weiterentwicklung sind in den letzten Jahrzehnten immer empfindlichere Tests verfügbar geworden.
Safer Sex mit Kondom kann vor HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten schützen! Das passende Kondom für mehr Komfort und Vergnügen finden Sie in der BerlinApotheke.


HIV im Dialog

01.09.2015. Dazugehören und in die Gesellschaft eingebunden sein – das ist für jeden Menschen wichtig. Für HIV-Patienten gehört dieses Gefühl leider auch heutzutage noch längst nicht zur Normalität. Unter dem Motto „(K)ein Teil vom Ganzen“ lädt der Fachkongress HIV im Dialog am 18./19. September wieder Positive, Experten und Interessierte zum Diskutieren ein. Im Berliner Rathaus wird in verschiedenen Vorträgen zur Prävention, Früherkennung und Diskriminierung gesprochen. Auch Late Presenter und Partydrogen werden thematisiert. Im Zentrum der Veranstaltung steht ebenfalls die medizinische Versorgung als Menschenrecht. Von besonderem Interesse ist für uns der Vortrag zur Selbstmedikation. Gerade bei einer antiretroviralen Therapie (ART) sind Wechselwirkungen mit bestimmten anderen Arzneimitteln, Pflanzenextrakten oder Nahrungsergänzungsmitteln unbedingt zu vermeiden. Als Folge können Schwankungen im Wirkstoffspiegel auftreten und die ART im schlimmsten Fall unwirksam machen. Damit Sie stets auf der sicheren Seit sind, lassen Sie sich von uns beraten! In unseren FachApotheken werden Sie jederzeit von kompetenten Apothekern betreut.


ALS – Pharmakologische Therapieoptionen

27.08.2015. Die derzeitigen therapeutischen Optionen bei der ALS zielen sowohl auf eine Verlangsamung der Erkrankung (Neuroprotektion) als auch auf eine symptomatische Behandlung ab. Der erste und aktuell einzige Wirkstoff, der eine Zulassung zur Behandlung der ALS erreichte, ist das Riluzol. Riluzol entfaltet seine neuroprotektive Wirkung durch Interaktionen mit dem Botenstoff Glutamat. Der genaue Wirkungsmechanismus ist allerdings im Detail noch nicht geklärt. Man geht davon aus, dass der Wirkstoff in unterschiedliche Prozesse der Signalübertragung des Glutamats eingreift und so die schädliche Wirkung des Botenstoffs unterbindet, der im Zusammenhang mit dem Zelluntergang der Motoneurone in der Pathogenese der Erkrankung steht.

Neben der Neuroprotektion nehmen symptomatische Maßnahmen eine wichtige Rolle in der pharmakologischen Therapie der ALS ein. Typische Symptome können sein:  Spastiken, Muskelkrämpfe und (neuropathische) Schmerzen (häufig durch die Spastik bedingt). Eine besondere Herausforderung stellt das Speichelmanagement dar. Die Sialorrhoe (abnormer Speichelfluss bzw. Pseudohypersalivation) bei ALS-Patienten ist häufig Ausdruck der krankheitsbedingten Schluckstörung, da die physiologischen Mengen produzierten Speichels nicht mehr ausreichend abgeschluckt werden können. Für diese Indikation stehen, recht erfolgsversprechend, Anticholinergika zur Verfügung.


Amyotrophe Lateralsklerose – Was macht die ALS?

27.07.2015. Bei der ALS handelt es sich um eine seit über 150 Jahren bekannte Erkrankung der Motoneuronen. Obwohl diese Erkrankung schon lange bekannt ist, werfen Ursache und Behandlung immer noch große Fragen auf. Bisher bekannt ist aber, dass sich bei der ALS körpereigene Proteine strukturell verändern und vom Körper nicht mehr ordnungsgemäß abgebaut werden können. Als Folge, lagern sich diese Proteine in der Nervenzelle an und verstopfen regelrecht das Zellinnere. Die Zelle geht zu Grunde. Tritt dieses Phänomen gehäuft auf, führt dies letztlich zu einer starken Beeinträchtigung der beiden Motoneuronen. Durch die irreversible Schädigung der Nervenzellen, kommen schlussendlich keine Impulse mehr bei den Muskeln an und dies führt dazu, dass der Muskel zuerst an Kraft verliert bis er sich schließlich ganz zurück bildet. Für Menschen mit ALS bedeutet dies eine fortschreitende Lähmung des eigenen Körpers. Das kann seinen Anfang in den Armen und Beinen haben, oder aber auch zuerst Einfluss auf eine deutliche Aussprache nehmen (Bulbär Syndrom). In jedem Fall, ist der Verlauf der Erkrankung von Patient zu Patient unterschiedlich.


HIV-Infektion: Vage Hoffnung auf Heilung

18.05.2015. Die heutige Realität, dass eine HIV-Infektion medikamentös beherrschbar ist und die Infizierten dank einer Langzeittherapie immer älter werden, war vor zwanzig Jahren noch völlig utopisch. Aus diesem Grund ist die Zuversicht des HIV-Experten Dr. Hans Jäger weniger abwegig, als manche Kritiker meinen. Seine Prognose, dass es innerhalb der nächsten zehn Jahre gelingen könnte, eine HIV-Infektion zu heilen, hatte Aufsehen erregt. Dies würde eine Eliminierung des Virus bedeuten, das versteckt in den ruhenden Helfer-Lymphozyten, den so genannten latent infizierten Zellen, gegen die Arzneistoffe gefeit ist. In einer, 2014 erschienenen Proof-of-concept-Studie, war es gelungen, mit Hilfe von Valproinsäure bei drei von vier Patienten, die Zahl der latent infizierten CD4-Zellen deutlich zu reduzieren. Da die Patienten zusätzlich zur bestehenden HAART (hoch aktive antiretrovirale Therapie) noch Enfuvirtid bekamen, ist nicht klar, ob der Effekt tatsächlich auf Valproinsäure zurückgeht. Diese hemmt das Enzym Histon-De-acetylase 1, das HI-Viren in den Zellpools hält. Einen möglichen Schlüssel zur Heilung sieht Jäger in der Ausschwemmung des Virus, wodurch antiretrovirale Arzneistoffe seine Vermehrung stoppen könnten. (Quelle: www.pharmazeutische-zeitung.de)


Weltparkinsontag 2015

01.04.2015. Salvador Dali, Wilhelm von Humboldt und Theodore Roosevelt: Drei Männer, die auf den ersten Blick nichts gemeinsam haben. Alle litten jedoch unter Morbus Parkinson, einer langsam fortschreitenden neurologischen Erkrankung. In ihrem Verlauf führt sie zu Zittern, Muskelsteifheit und Bewegungsarmut, unsicherem Gang, starrer Mimik sowie vielen weiteren Einschränkungen.
Erstmalig beschrieben wurde diese Erkrankung bereits 1817 von dem englischen Arzt Dr. James Parkinson. Verantwortlich für die Symptome ist ein Mangel an Dopamin, der durch das Absterben der Nervenzellen im Gehirnbereich der Substantia nigra ausgelöst wird.
Trotz intensiver Forschung konnten die Ursachen der Parkinsonerkrankung bis heute nicht eindeutig geklärt werden. Daher ist auch eine Heilung nach wie vor nicht möglich. Klares Ziel aller Therapien ist, das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen und Selbständigkeit sowie Lebensqualität der Betroffenen so gut wie möglich zu erhalten. Ein Neurologe stellt aus diesem Grunde immer einen patientenindividuellen Therapieplan auf. Neben verschiedenen Medikamenten beinhaltet dieser auch Physiotherapie und Logopädie.


Sechste AIDS- und Hepatitis Werkstatt

10.03.2015. Um unsere Kunden optimal zu beraten besuchen die Mitarbeiter unseres HIV-Schwerpunktbereiches regelmäßig Fort- und Weiterbildungen, aber auch Messen und Kongresse. Dieses Jahr findet am 13./14. März die 6. Münchner AIDS- und Hepatitis Werkstatt in München statt.
Auch hierhin werden unsere HIV-Fachspezialisten reisen und über die aktuellsten Studienergebnisse, Entwicklungen in der Arzneimitteltherapie und dessen Verträglichkeit diskutieren.
Mehr unter: http://www.sv-veranstaltungen.de/site/fachbereiche/aids-und-hepatitis-werkstatt/#sthash.ihQnsuE4.dpbs


Unbekannte Krankheit

26. 02.2015. ALS – Die unbekannte Krankheit. Was bleibt nach der so medienwirksamen Ice-Bucket-Challenge? Und worum geht es bei der Krankheit, was gibt es für Behandlungsmöglichkeiten? Ein Journalistenteam  des Senders Arte hat pünktlich zum „Tag der Seltenen Krankheiten 2015“ eine spannende Einführung in diese seltene Krankheit erstellt. Professor Thomas Meyer, ALS-Experte an der Berliner Charité und eine Patientin berichten. Noch wenige Tage in der Arte Mediathek zu sehen: http://www.arte.tv/guide/de/055918-003/x-enius